Grundsätze der Zusammenarbeit der Gleichbehandlungsanwaltschaft mit Unternehmen

  1. Unser Angebot
  2. Unterstützung bei betrieblichen Maßnahmen zur Vermeidung von Diskriminierung und zur Förderung von Gleichbehandlung und Gleichstellung
  3. Vereinbarkeit mit dem gesetzlichen Auftrag der Gleichbehandlungsanwaltschaft
  4. Vereinbarkeit mit der Kontrollfunktion der Gleichbehandlungsanwaltschaft
  5. Vertraulichkeit und Unabhängigkeit
  6. Ansprechpartnerinnen und Ansprechpartner

Unser Angebot

Wir bieten Unternehmen im Bereich der Privatwirtschaft, die sich aktiv an der Vermeidung von Diskriminierung und der Förderung von Gleichbehandlung und Gleichstellung beteiligen wollen, unsere Kooperation an, sowohl in ihrer Rolle als Arbeitgeberinnen und Arbeitgeber, als auch als Anbieter und Anbieterinnen von Gütern und Dienstleistungen.
Wir stellen unsere langjährige Erfahrung und Expertise in Gleichbehandlungsfragen zur Verfügung und unterstützen im Rahmen unserer personellen Ressourcen bei betrieblichen Maßnahmen zur Vermeidung von Diskriminierung und Förderung von Gleichstellung.

Unterstützung bei betrieblichen Maßnahmen zur Vermeidung von Diskriminierung und zur Förderung von Gleichbehandlung und Gleichstellung

Die Unterstützung bei betrieblichen Maßnahmen dient der Vermeidung von Diskriminierung durch Prävention oder der Verhinderung von weiteren Diskriminierungen, beispielsweise nach einer Beschwerde wegen sexueller Belästigung.
Diese Unterstützung wurde schon bisher von Unternehmen in Anspruch genommen, die Gleichbehandlungsanwaltschaft möchte jedoch im Rahmen ihres aktuellen Schwerpunktthemas „Gleichbehandlung UNTERNEHMEN“ verstärkt auf diese Möglichkeit aufmerksam machen.
Auf unserer Website gibt es ein Angebot spezieller Workshops für Unternehmen. Darüber hinaus können wir Unternehmen im Rahmen des Gleichbehandlungsgesetzes zu Maßnahmen der Personalpolitik oder beim Außenauftritt (Marketing, Werbung) beraten.

Vereinbarkeit mit dem gesetzlichen Auftrag der Gleichbehandlungsanwaltschaft

Unser gesetzlicher Auftrag ist die Beratung und Unterstützung von Menschen, die sich auf Grund des Geschlechts, der ethnischen Zugehörigkeit, der Religion oder Weltanschauung, des Alters oder der sexuellen Orientierung diskriminiert fühlen.
Die Kooperation mit Unternehmen ist daher nur möglich, wenn der gesetzliche Auftrag erfüllt werden kann und darüber hinaus zeitliche und personelle Ressourcen vorhanden sind.

Vereinbarkeit mit der Kontrollfunktion der Gleichbehandlungsanwaltschaft

Wird aus einem Unternehmen, mit dem wir kooperieren, ein Diskriminierungsfall an die Gleichbehandlungsanwaltschaft herangetragen, dann wird die Beratung der Person, die sich als diskriminiert erachtet, von einer Gleichbehandlungsanwältin oder einem Gleichbehandlungsanwalt durchgeführt, die nicht in die Kooperation mit dem Unternehmen einbezogen war.
Die Erfahrung mit bisherigen Kooperationen zeigt, dass Aktivitäten in einem Unternehmen, zur Sensibilisierung gegenüber Diskriminierungen zu mehr Sensibilität von Beschäftigten auch gegenüber eigenen Diskriminierungserfahrungen führen können. Gleichzeitig ermöglicht Sensibilisierung einen adäquaten und im besten Fall präventiven Umgang mit möglichen Diskriminierungsquellen und Gleichstellungshindernissen.

Vertraulichkeit und Unabhängigkeit

Unsere Unterstützung ist kostenfrei und vertraulich.
Jedes Mitglied der Gleichbehandlungsanwaltschaft ist in Ausübung seiner oder ihrer Tätigkeit gemäß § 3 Absatz 3 des Bundesgesetzes über die Gleichbehandlungskommission und die Gleichbehandlungsanwaltschaft (GBK/GAW-Gesetz) weisungsfrei, selbstständig und unabhängig.

Ansprechpartnerinnen und Ansprechpartner

Unser Angebot richtet sich speziell an Führungskräfte, PersonalistInnen, MitarbeiterInnen von Marketing- oder Werbeabteilungen, BetriebsrätInnen, Gleichbehandlungsbeauftragte und Diversity-Beauftragte.