19. - 20. September 2013 Innsbruck:
Grundrechtstag 2013 "Zukunft der Geschlechter"

Die Grundrechte sind eindeutig: Diskriminierungen wegen des Geschlechts, der genetischen Merkmale, der sexuellen Ausrichtung sind verboten. Dennoch: Die Annäherung an eine tatsächliche Gleichstellung bedeutet, ständig Barrieren zu überwinden, die nicht selten unüberwindlich scheinen. Dabei kommt dem Recht eine ambivalente Bedeutung zu: Es kann bestehende Strukturen und Machtverhältnisse verfestigen, zugleich aber in anderen Bereichen neue Wirklichkeiten schaffen und dadurch entscheidend die Entwicklung der Geschlechterverhältnisse befördern. Zu denken ist etwa an die Einführung des Frauenwahlrechts 1918, Reformen im Familienrecht, Gendergleichheit im Arbeitsrecht, Entkriminalisierung und Gleichstellung von homosexuellen Personen.

Das Symposium legt einen Fokus auf aktuelle Themen aus der juristischen und justiznahen Berufspraxis. Es sollen Erfahrungen aus dem Berufsalltag in einen diskursiven gesellschaftspolitischen und wissenschaftlichen Kontext gesetzt, weitere Entwicklungslinien vor dem Hintergrund des europäischen Rechtsrahmens aufgezeigt und mögliche Perspektiven zur Diskussion gestellt werden.

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